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Chelsea Franchise GmbH Handwerkerstraße 8
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Ursprung und Entwicklung


Geschichte des Franchises

Die Entstehung des Franchises (frz. „Gebührenfreiheit“) reicht bis in das mittelalterliche Frankreich zurück. Ursprünglich bezeichnete man damit die Befreiung von Abgaben wie Steuern, Zöllen etc.

In den darauffolgenden Jahrhunderten änderte sich die Bedeutung des Franchisings mehrfach.
Zunächst umschrieb man mit Franchising die Vergabe von Privilegien (Rechten) durch den Staat an Einzelpersonen, denen gegen Entgelt gestattet wurde, eine im staatlichen Interesse liegende Produktion oder den Handel mit bestimmten Erzeugnissen zu betreiben.
Mitte des 19. Jahrhunderts – der Begriff hatte sich mittlerweile fest im amerikanischen Wirtschaftsvokabular etabliert – verstand man unter Franchising die kommerzielle Nutzung von Rechten Dritter; was dem heutigen Verständnis von Franchising schon sehr nahe kommt.

Pionier der ersten „modernen“ Franchisesysteme war die "Singer Sewing Machine Company": 1860 gestattete sie fahrenden Händlern erstmalig, ihre Nähmaschinen auf eigene Rechnung und in eigenem Namen zu vertreiben. General Motors, Coca-Cola und Snap on Tools folgten bald darauf.
Nach Ende des Zweiten Weltkrieges war Franchising in Form des reinen Produktvertriebs bzw. als Dienstleistungsangebot nicht mehr zeitgemäß. Bei der Weiterentwicklung setzte man daher nun verstärkt auf einheitliche Auftritte. Diese förderten die Markenbildung und dienten gleichzeitig der Profilierung.
1955 legte Ray Croc mit seiner Hamburger-Kette „McDonalds“ den Grundstein für eine der mittlerweile weltweit erfolgreichsten Franchise-Systeme. Zeitgleich mit der Expansion von „McDonald's“ ging der allgemeine Erfolgsdurchbruch des Franchisings in Amerika einher.

In den Siebzigern gelang dem modernen Franchising auch in Europa der Durchbruch. Die Kombination aus erprobtem Leistungspaket eines erfahrenen System-Anbieters und dem Engagement ausgewählter Existenzgründer erwies sich als äußerst erfolgreich! Neuartige Franchise-Anbieter schossen nun wie Pilze aus dem Boden. Auch traditionelle Unternehmen gewannen durch Franchising wieder neuen Schwung.

Die historische Entwicklung des Franchisings zeigt, dass Franchising wesentlich zum Wirtschaftsaufschwung in den USA beitrug und auch in Europa immer stärker mit den herkömmlichen Unternehmensformen konkurriert.



Franchise heute

Nach Schätzungen des Europäischen Franchise-Verbandes (EFF) gibt es in der EU bereits mehr als 4.500 Franchise-Systeme!
Doch während amerikanische Franchise-Geber davon profitieren, dass ihr heimischer Markt gleichzeitig ein Drittel des Weltmarktes ausmacht, bedienen die Franchise-Anbieter in Europa vorwiegend noch ihre kleinen nationalen Märkte. Dennoch hat nahezu jeder zweite europäische Franchise-Geber bereits den Schritt über die Landesgrenzen gewagt.
Die Internationalisierung der Geschäftsaktivitäten beschränkt sich dabei meist auf einzelne benachbarte oder sprachverwandte Länder und erfolgt zunehmend über die Vergabe von sogenannten Master-Franchisen.

Weltweit existieren heute über 12.000 Franchise-Geber und 800.000 Franchise-Nehmer, Tendenz weiterhin steigend. Mit 950 Franchise-Anbietern hat Deutschland die größte Dichte in Europa und steht damit an erster Stelle; gefolgt von Großbritannien und Frankreich. Auch für die Zukunft wird der deutschen Franchise-Wirtschaft ein überdurchschnittliches Wachstum gegenüber der Gesamtwirtschaft prognostiziert.



Die Zukunft des Franchises

Mit der Entwicklung vom Verkäufer- zum Käufermarkt hat sich der Wettbewerb deutlich verschärft. Innovationen und Spezialisierungen erfordern zeitgemäße Vertriebsformen. Gerade bei der Vermarktung von Dienstleistungen sowie von erklärungs- und servicebedürftigen Produkten zeigt sich das Absatzsystem des Franchising als besonders erfolgreich. Moderne Franchisesysteme befinden sich in fast allen Branchen auf dem Vormarsch.
Die Vorteile gegenüber traditionellen Vertriebsformen bestehen für Hersteller unter anderem darin, dass die Einschaltung von Großhandel/Einzelhandel oder eigenen Verkaufsniederlassungen zum Endverbraucher nicht erforderlich ist.

Das amerikanische Handelsministerium geht davon aus, dass sich der Anteil der Franchisesysteme am Einzelhandelsumsatz in den USA auf etwa 75% erhöhen wird.

Nach Ansicht des amerikanischen Trendforschers John Naisbitt wird sich das Franchising bis zum Jahre 2010 zur weltweit vorherrschenden Vertriebsform entwickeln. Die rasanten Veränderungen zahlreicher Rahmenbedingungen machen jedoch einen enormen Anpassungsprozess des Franchisings notwendig. Im Zuge einer Polarisierung werden sich die leistungsstarken Franchisegeber zu umfassenden Service-Zentralen für ihre Partner weiterentwickeln, während andere Franchisegeber ihren Leistungsumfang auf das Niveau von Lizenzsystemen reduzieren werden.

Quellen: Deutscher Franchise Verband DFV e.V. und www.Franchiseportal.de

Mehr Informationen zum Thema Franchising, Beratung und Checklisten erhalten Sie beim Deutschen Franchise-Verband. www.franchiseverband.com



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